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Publikationen : Eine Meeresbrise am Zürichsee
22.06.2009 07:00 (12981 x gelesen)

Eine Meeresbrise am Zürichsee Erlenbach Echt nautische Stimmung am Jubiläumskonzert der Shanty Men Stäfa im «Erlibacherhof»

Eine Meeresbrise am Zürichsee

Zum 20-Jahr-Jubiläum boten die Stäfner Shanty Men am Samstag einen gigantischen Festabend mit Gastchören aus der Schweiz und Deutschland.

Ruth Weber

Mit Seilen, Rettungsringen und blauweissen Stangen hatte sich am Samstagabend die Bühne im Saal des «Erlibacherhofs» in eine Reling verwandelt. Rund um diese herrsche dann bis spät in die Nacht eine fröhliche, «seemännische» Feststimmung sowohl unter den singenden «Matrosen» wie im vollbesetzten Zuschauerraum. Nur wenige Sänger aus den Schweizer Chören sind - wie Shanty-Men-Obermaat Ueli Pfenninger - einst selber zur See gefahren. Doch tut dies der Begeisterung und Freude am Vortragen von Seemannslieder keinen Abbruch. «Einen Bezug zum Wasser haben wir auf jeden Fall», meinte ein Mitglied des Gastchors Thetis Crew aus Rapperswil-Jona», sei es durch das Führen eines eigenen Bootes oder ganz einfach durch das Leben am Zürichsee.»

Der Zusammenhalt unter den Shanty Men Stäfa mit über 20 männlichen Chormitgliedern und Musikanten und einer einzigen Frau (Agnes Ryser) als Chorleiterin ist gross und andauernd: Die Stäfner feierten an diesem Samstagabend ihr 20-Jahr-Jubiläum. In quergestreiften Matrosenhemden und einer schwarzen Kappe auf dem grauen oder weissen Haar stimmten sie sich aus voller Kehle mit «Strike the bell», dem Titellied auf ihrem vor 20 Jahren ersten veröffentlichten Tonträger, auf einen bunten Abend ein. Herrlich kamen darauf in einem im venezianischen Dialekt gesungenen Lied die Akkordeonklänge zum Tragen. Wie es zu einem Shanty gehört, löst ebenso die Mannschaft der Thetis Crew den Solisten mit Kehrreimen ab. Die Mundharmonika unterstütze dabei den wehmütigen Part über Johnny dem Matrosen. Wurde zu den einen Gesängen im Chor dem leichten Wellengang ähnlich geschunkelt, setzte später der Shanty Chor Ägeri rhythmisch und optisch die Arbeit an den Schiffpumpen um, was das Publikum aus nah und fern gleich zum Mitklatschen animierte. Tosender Applaus folgte dem Stück «Sloop John B», das von der Besatzung einer Schaluppe handelt und hauptsächlich durch die Version Beach Boys in den 60er Jahren einen grossen Bekanntheitsgrad erreicht hatte. «Wir sind sozusagen die », hatte Hasi Blattmann, der Mann am «Schifferklavier» (Handorgel) aus Ägeri, während der Pause schmunzelnd erwähnt, «...und wir singen aus Freude für Freude.»

Mit Seebären aus dem Norden

Zu seinem Jubiläumsfest hatten die Shanty Men Stäfa ebenfalls befreundete Chöre von der Waterkant, der Küste in Norddeutschland, eingeladen. Dass deren Gesänge durch einen tiefen Gehalt überzeugten, erstaunte nicht. «Unter uns befinden sich auch ehemalige Kapitäne, Lotsen und Seeleute», erzählte ein Seemann vom 60-köpfigen Altländer Shanty-Chor, dessen ältestes Aktivmitglied 87 Jahre alt ist. «Damals waren die Schiffe aus Holz und die Seemänner aus Eisen», berichtete der witzige Sprecher. bevor die Seebären mit ihren kraftvollen, tiefen Stimmen das Publikum aus dem Binnenland mit einem Mix aus Plattdeutsch und Englisch - «Its Five O'clock in the Morning» - hinaus auf das weite Meer versetzte, Nach dem Genuss von Zürichsee-Felchenknusperli oder Lachsbrot schwelgten die Zuhörerinnen und Zuhörer an den Tischen mit den kleinen Leuchttürmen im Sound von Akkordeon, Gitarre und Flöten bald in eigenen Träumen. Lautlos bewegte man die Lippen zum «Seemann, lass das Träumen». Plattdeutsch verstand fast niemand in den Zuhörerreihen, doch sang der 31-jährige Schifferchor Rekum aus Bremen auch in Hochdeutsch über Stürme und Wellen und von den Sternen am Firmament.

Mit «Stäfa und Erlenbach haben die Seestrasse, Frankreich hat die Rue des trois matelots», kündete Moderator Hans Sehreeder verschmitzt den weiteren Auftritt der Shanty Men Stäfa an, bevor alle Chöre gemeinsam auf die Bühne traten, um gefolgt von frenetischem Applaus und Zugabe-Rufen auf «El viva el Mar» einzustimmen - ganz dem Moto diesem Jubiläumsanlass entsprechend.

Vom harten Brot der Seeleute

Shantys sind Lieder der Matrosen über ihre harte Arbeit auf grossen Frachtkähnen und lassen sich in ihrem Ursprung bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Bedingt durch die Art der Arbeit, haben sich unterschiedliche Arten von Shantys gebildet. Spezielle Rhythmen ergaben sich etwa zum Lichten des Ankers oder zum Setzen der Segel. Shantys (aus dem französischen Wort «chanter» stammend) wurden auch abends in der geselligen Runde vorgetragen, um so auch Tagesereignisse zu verarbeiten. Durch die internationale Seefahrt vermischten sich in der Folge Seemanns- und Volkslieder. (rw)

Zürichsee-Zeitung rechtes Ufer, Montag, 22. Juni 2009, Seite 5 Zürichsee - Bilder: Gerda Liniger


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