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Nachstehend finden Sie eine Auswahl von Publikationen über vergangene Veranstaltungen der Shanty Men Stäfa.


Mit Herz und Stimme Seemänner
24.05.2009 18:16 (7935 x gelesen)

Mit Herz und Stimme Seemänner Originelle Vereine am Zürichsee Der Matrosenchor Shanty Men in Stäfa

Mit Herz und Stimme Seemänner

Sie singen von jamaikanischem Rum und dem Leben auf hoher See: Die Shanty Men Stäfa pflegen das «maritime» Liedgut.

Martin Steinegger

«Es trinken die Matrosen – von allen Spirituosen – am liebsten Rum, fallera, Rum, fallera, Rum, fallera – Rum aus Jamaika»: So tönte es am Montagabend aus dem Musikzimmer des Schulhauses Obstgarten in Stäfa. Die tiefen Männerstimmen, vermischt mit dem Klang zweier Akkordeons und eines Banjos, waren selbst draussen auf der Strasse und in der angrenzenden Nachbarschaft nicht zu überhören. Besorgte Mütter seien an dieser Stelle jedoch beruhigt: Es fand im Schulhaus kein Trinkgelage statt. Und die Oberstufe vermietet ihre Zimmer seit Neustem auch nicht an Seemänner auf Landgang.

Vielmehr fand an diesem Abend eine Chorprobe statt. Die Shanty Men, rund 20 gestandene Männer aus der ganzen Region Zürichsee, waren zusammengekommen, um mit Inbrunst ihrer grossen Leidenschaft zu frönen: dem «maritimen» Gesang.

Schöne Stimme ist nicht nötig

Die Shanty Men sind ein Matrosenchor. Das Repertoire umfasst die traditionellen Lieder («Shanties»), wie sie auf den alten Seglern zur Arbeit gesungen wurden, sowie Seemannslieder und Balladen in den Originalsprachen. Dass die meisten Chormitglieder lupenreine «Landratten» sind, spielt gemäss Obermaat (Präsident) Ueli Pfenninger keine Rolle: «Das ist egal, denn im Vordergrund steht die Freude an den Seemannsliedern.» Und Pfenninger, der als einer von wenigen Chormitgliedern in seiner Jugend tatsächlich als Matrose auf Hochseeschiffen arbeitete, räumt gleich zu Beginn auf mit Vorurteilen: «Wir singen die klassischen Arbeitslieder der Matrosen und keine Schnulzen.»

Spezielle gesangliche Fähigkeiten werden bei den Shanty Men nicht vorausgesetzt. «Man braucht keine schöne Stimme oder eine Ausbildung», sagt Pfenninger. Die Matrosen hätten das ja auch nicht. Allerdings muss ein richtiger Shanty aus vollem Herzen und mit Überzeugung dabei sein. Die urchigen, meist melancholischen Lieder verlangen totalen Einsatz. Zudem braucht es bei vielen Liedern einen Vorsänger, der die einzelnen Strophen alleine singt, während der Chor den Refrain übernimmt. «Das ist nicht immer einfach und braucht Überwindung», sagt Pfenninger. Die Shanty Men Stäfa haben jedoch viel Erfahrung. Das wird schnell klar, wenn sie ihre Lieder anstimmen. Da wird inbrünstig und mit Freude gesungen. Manchmal schlagen die Männer in ihrer Begeisterung auch etwas über die Stränge; ein Ton ist falsch, oder eine Strophe geht vergessen. Dann greift Dirigentin Agnes Ryser – die einzige Frau an Bord – korrigierend ein.

Allerdings kommt das selten vor. In der Regel beherrschen die Männer den Text. Das ist keine Selbstverständlichkeit, müssen doch sämtliche Texte auswendig gelernt werden – und die Shanty Men singen in nicht weniger als acht Sprachen. Ablesen ist unter den Seemännern verpönt. Das Resultat klingt jedenfalls prächtig. Wenn der Chor von der Liebe eines Seemannes zu seinem Schiff singt und das Akkordeon dazu melancholisch tönt, wähnt man sich tatsächlich irgendwo in einer Seemannskneipe am Hafen und meint Möwengeschrei und Meeresrauschen zu hören.

Neues Tenü zum Jubiläum

Die Probe am Montag stand unter einem ganz besonderen Stern. Den Shanty Men wurden nämlich just an diesem Abend ihre neuen, frisch aus Norddeutschland angelieferten Kostüme verteilt, die sie künftig bei Auftritten tragen werden. Es handelt sich um quer gestreifte Matrosenhemden. Auf der Brust prangt das Logo der Shanty Men. Zusätzlich gibt es eine schwarze Kappe auf das Haupt.

Die neuen Tenüs wurden nicht zufällig auf diesen Sommer hin angefertigt: Die Shanty Men feiern nämlich Jubiläum. 1989, also vor 20 Jahren, wurde der Verein gegründet. Hervorgegangen ist er aus dem örtlichen Männerchor. «Wir hatten damals ein Seemannsprogramm einstudiert, das wir an der Delgiertenversammlung des Sängervereins am Zürichsee vortrugen», erinnert sich Ueli Pfenninger. Die Resonanz auf den Auftritt war gross. So beschloss man, einen Seemannschor zu gründen.

Kontakte zu anderen Chören

Mittlerweile sind die Shanty Men zu einer regelrechten Institution in der «Shanty-Szene» geworden. Der Chor hat bereits mehrere CDs veröffentlicht und Auftritte an internationalen Shanty-Treffen absolviert. Die Einladung zu solchen Treffen gilt als höchste Ehre. «Eingeladen wird man nur, wenn man bei Auftritten überzeugen kann», betont Zeremonienmeister Fredy Hoch. Wichtig sind auch Kontakte unter den Shanty-Chören. So sind die Shanty Men Stäfa freundschaftlich verbunden mit diversen Chören aus der Schweiz sowie aus Norddeutschland.

Der bevorstehende Sommer wird für die Shantys speziell. Das Jubiläumsjahr begeht der Chor mit einem Jubiläumskonzert, an dem auch Gastchöre auftreten werden, sowie einer Jubiläumsausstellung im Schifffahrtsmuseum Männedorf. Und daneben soll auch noch Zeit sein, um die vereinsinterne Geselligkeit etwas ausgiebiger zu pflegen als sonst. «Grund genug haben wir ja dafür», sagt Fredy Hoch.

Nächster Auftritt der Shanty Men Stäfa: am 29. Mai im Gemeindesaal Gommiswald. Saalöffnung 19.15 Uhr. Eintritt 10 Franken.

 

Der Verein in Kürze

Die Sehnsucht nach der See

Vereinsname: Shanty Men Stäfa, Matrosenchor.
Vereinszweck: Pflege und Gesang von Seemannsliedern.
Gründungsjahr: 1989.
Mitgliederzahl: 24 Sänger und 4 Musiker (Akkordeon und Saiteninstrumente).
Aufnahmebedingungen: Freude am Gesang und an maritimen Liedern.
Treffen: Proben finden alle 14 Tage im Musikzimmer der Schulanlage Obstgarten in Stäfa statt.
Vereinsbeitrag: 80 Franken pro Jahr.
Vereinsmotto: Kein spezielles.
Grösster bisheriger Erfolg: Teilnahme an mehreren internationalen Shanty-Treffen, unter anderem in Norddeutschland.
Kontakt: Alle Informationen sind im Internet zu finden unter www.shanty-men.ch.



Zuerichsee-Zeitung, Mittwoch 20. Mai 2009, In Szene, Seite 24, Text: Martin Steinegger, Bilder: Reto Schneider


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