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Nachstehend finden Sie eine Auswahl von Publikationen über vergangene Veranstaltungen der Shanty Men Stäfa.


Seemannsgarn singen und spinnen
04.11.2002 11:26 (7899 x gelesen)

Seemannsgarn singen und spinnen

Seemannsgarn singen und spinnen

Hombrechtikon: Internationales Shanty-Treffen im Gemeindesaal

Der Shanty Windjammer. der grosse Gemeindesaal, segelte drei Stunden lang hart am Wind in mezzo al mare" durchs Programm. Signalflaggen wiesen ihnen den Weg durch die aufbrandenden Wogen des Applauses. De Windjammers aus Neu Wulmstorf bei Hamburg, die Singing Sailor's Crew aus Romanshorn und die Stäfner Shanty Men bestritten einen musikalisch-seemännischen Abend seltener Klasse.

Von: Eva Schröder
Sie sind keine Neulinge am Zürichsee, de Windjammers (Leitung Gerd Jän) aus Neu Wulmstorf bei Hamburg. Am Stäfner Herbstfest im Jahr 2000 hatten sie Hunderte mit ihren Seemannsliedern ins Festzelt gelockt. Sie gaben deshalb dem diesjährigen Konzert im Hombrechtiker Gemeindesaal nur zu gern den Touch der grossen weiten Welt. Das Publikum erinnerte sich an damals und kam in Scharen. Die Windjammers, der Name könnte missverstanden werden, jammern nicht, sondern sind äusserst lebensfrohe Zeitgenossen. «Jammer» kommt aus dem englischen «to jam» und heisst so viel wie pressen. Ein Windjammer ist ein Schiff. dessen Segel vom Wind gepresst werden.
Die Singing Sailor's Crew aus Romanshorn (Leitung Turi Zinnstein) haben sich ebenfalls der christlichen Seefahrt verschrieben. Wer weiss, wie ein Sturm den Bodensee oder das Schwäbische Meer aufwühlen kann, der versteht, weshalb die Thurgauer Segler Shantys pflegen und lieben. Sie begeistern mit ihren Chorvorträgen in vielen Sprachen seit 1988 die Seglerfans von der Nordsee bis zum Mittelmeer. «Landratten sind nur wenige dabei. Die meisten unserer Sänger sind Segler des Segelclubs Romanshorn oder mindestens Sportfischer», erzählt ein Chormitglied. Für den internationalen Touch sorgten der mit stark schwäbischem Akzent sprechende Moderator sowie der Gitarre spielende Sailor aus dem nahen Bregenz.

Gemeindepräsident ist Steuermann

Für einen Abend tauschte Hombis Gemeindepräsident Max Baur sein politisches Amt mit dem des Steuermanns. Fest und mit viel Humor hielt er das Ruder in der Hand, obwohl er als Mitglied der Shanty Men Stäfa (einstudiert durch Agnes Ryser) momentan der Freiwache (Passivmitglieder) zugeteilt ist. Seemännisch kurz die Begrüssung. Dann läutete er die Schiffsglocke: Die Stäfner Crew konnte den Anker hieven mit «strike the bell». Begleiten liessen sich die drei Chöre von Banjos und Gitarren, vom Akkordeon, auch Schifferklavie• genannt, von Rhythmusinstrumenten, alle gespielt von Chormitgliedern. Die Stäfner wissen übrigens in ihren Reihen zwei echte, mit Meerwasser getaufte Seeleute: Ueli Pfenninger fuhr jahrelang als Matrose über die Weltmeere. Walti Burkhardt, der jetzige Vereins-Obermaat. verbrachte einige Zeit als Smutje. als Kochmatrose, auf See.

Der Traum von der Seemannsbraut

Schlag auf Schlag folgten all die berühmten Songs, die alle bereits auf mehreren CDs erhältlich sind. In verschiedenen Blöcken sangen die drei Chöre abwechslungsweise «A 100 years is a very long time», «Nimm mich mit. Kapitän, auf die Reise». Sie träumten italienisch von der Teresina. Sie hatten Heimweh nach Kari, nach Ann Laurie und Sally und wie die verlassenen Seemannsbräute alle heissen. Betrunken skandierten sie «Hooray and up she rises» und sorgten für Stimmung an Bord mit einer Buddel Rum.
In den Reihen der Sänger stecken begnadete Komödianten. »Hummel Hummel mit Humor» sangen sie und der Hamburger Wasserträger zog ausrufend durch den Saal in historischem Kostüm mit Zylinder. Seinerzeit hatte ihn das Volk verspottet und geärgert. Um sich zu rächen. hatte er sich die Hosen runter gezogen, den Spöttern den nackten Hintern gezeigt. und ihnen zugerufen: «Hummel Hummel Mors Mors», eine volkstümliche Version des «Honny soit qui mal y pense». Das Publikum sang begeistert mit bei «La Palorna», dem über 200 Jahre alten mexikanischen Volkslied und dem Seemannslied «Wo de Nordseewellen trekken an den Strand».

Anker lichten, Leinen los

Jeder Chor hat mehrere Solisten. Diese sangen die Refrains, klönten nach Bier in der Bar und sammelten die Mannschaft, wenn Feuer an Bord ausbrach: «Fire an the boat» riefen sie und fragten in den Saal hinein: «Können Sie sich vorstellen. was auf einem Windjammer los ist, wenn es brennt?»
Die Shantys wurden von tosendem Applaus begleitet. Das Publikum war
so begeistert. dass immer wieder die Anker gelichtet, die Leinen losgemacht wurden: «Anchors aweigh». Jedes Schiff muss irgendwann einmal in den Hafen einfahren. Kurz vor Mitternacht war das der Fall. Gemeinsam verabschiedeten sich die drei Seemannschöre mit «Blaue Jungs» und dem «Hamburger Veermaster». Die Romanshorner drohten ein allerletztes Mal mit «Baby go to hell», was natürlich nicht so gemeint war, während die Stäfner ihnen «Good Night Ladies» nachsangen.

CD-Taufe

Stäfa: Während des Shanty-Abends wurde die neue CD der Stäfner Shanty Men getauft. Ida Ellersiek als Gotte gab der neuen Scheibe mit dem Titel «Anchors Aweigh» mit 19 neuen Titeln den Ritterschlag. Erhältlich ist sie über www.shanty-men.ch. «Heave Away» der Singing Sailors Crew Romanshorn ist erhältlich über Postfach 61, 8590 Romanshorn. CDs der Windjammers. Neu Wulmstorf, können durch die Shanty Men Stäfa besorgt werden. (sch.)

Was ist ein Shanty

Hombrechtikon: Etwa vor rund 100 Jahren, als statt Dampfschiffen noch grosse Lastkähne, getrieben von Windkraft, über die Weltmeere segelten, spornten sich die Matrosen mit rhythmisch skandierten Worten und Melodien an, um ihre Arbeiten an Bord, an den Tauen und Segeln zu koordinieren.
Man unterscheidet verschiedene Arten von Shanties: Die Capstan Shanties wurden gesungen zur Bedienung des Gangspills (Rundumgang um eine Winde) beim Ankerlichten. Short-Haul-Shanties werden gesungen bei kurzen Einholarbeiten, beim Straffen des Taus mit einem kurzen kräftigen Zug. Die Halyard oder Fall-Shanties begleiten das lange dauernde Ziehen beim Segelsetzen. Bei den Walk-away-Shanties marschieren alle Mann über Deck, um das Tau zum höheren Rahen anzuspannen.
Forebitter oder Pollerlieder nennt man jene Lieder, die von den Matrosen in der Freiwache auf Pollern und Lukendeckel gesungen wurden. (sch.)

Zürichsee-Zeitung Rechtes Ufer - Montag, 4. November 2002 - Seite 6


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