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Nachstehend finden Sie eine Auswahl von Publikationen über vergangene Veranstaltungen der Shanty Men Stäfa.


Männer, die die Fäuste zeigen
06.08.2013 14:53 (4977 x gelesen)

Männer, die die Fäuste zeigenMänner, die die Fäuste zeigen

Der Neu Wulmstorfer Shanty-Chor „De Windjammers" feiert 25-jähriges Bestehen. Er entstand aus einer Schnapsidee

Bianca Wilkens

Neu Wulmstorf -    Eigentlich müssten sie ihn verabscheuen für all die kleinen Beleidigungen, mit denen der Chorleiter Jens Peikert, 55, die gestandenen Männer piesackt "Was ihr singt, hat nicht im Entferntesten mit der ersten Stimme zu tun", schimpft er.

Es sind mehr als 30 Grad in der Schützenhalle Neu Wulmstorf. Der Schweiss rinnt den Männern des Shanty-Chors De Windjammers aus Neu Wulmstorf von der Stirn, aber Peikert kennt keine Gnade.

Die Musiker sollen sich mehr bewegen. Sie sollen auch mal ihre Fäuste zeigen, wenn sie „Meuterei" aus dem Lied "Es gibt nur Wasser" singen. "Hinterher gibt's noch Anwendung oder oder wie?" schimpft er. Einige murmeln etwas, aber viel setzt die Gruppe ihm nicht entgegen. Am Ende haben sie nur warme Worte für ihren Chorleiter aus Neugraben übrig. Ihm sei es zu verdanken, dass es der Chor so weit gebracht habe. Dass die Männer in der Lage sind, drei- und manchmal auch vierstimmig zu singen. Dass sie im In- und Ausland auftreten.

Vor 25 Jahren war daran nicht zu denken. Alles, was die Männer, die den Shanty-Chor gründeten, gemein hatten, war die Faszination für den Fußball. Bei einer Geburtstagsfeier beschlossen neun Fußballer vom TVV Neu Wulmstorf, am 8.8.1988 den Shanty-Chor zu gründen. "Es war eine Schnapsidee" sagt Manfred Mena, 72, Vorsitzender des Vereins aus Neu Wulmstorf. Die Knochen wurden langsam alt, so dass das Fußballspielen schwierig wurde. "Wir verstanden uns aber alle so gut und wollten zusammenbleiben", erinnert sich Erich Rutsch aus Neu Wulmstorf, 74, einer der Männer der ersten Stunde.

Lorenz Prigge aus der Fußballer-Runde spielte Akkordeon. Damit war klar: Aus Fussballern sollten Musiker werden. Immer mehr Menschen traten dem Chor bei. Einen enormen Schub bekam er mit Hilfe des musikalischen Leiters Gerd Jän, einem geübten Akkordeonspieler. "Er brachte uns das mehrstimmige Singen bei", sagt Rutsch.

Das ist auch dem jetzigen Chorleiter Jens Peikert besonders wichtig. Immer wieder übt er in der Probe das Lied "Roll the cotton down" mit mehreren Stimmen. Fehler entlarvt er, in dem er die Manner einzeln vorsingen lässt. "Auf geht's. Wer Schweissperlen hat, zeigt Schwäche", sagt er, gibt ein paar Takte auf seinem Akkordeon vor, stellt sich breitbeinig vor seine Manner und klatscht in die Hände. Während die Männer singen und musizieren, malt Peikert Kreise in die Luft und wiegt sich von links nach rechts.

Nach zweieinhalb Stunden Ansporn und Training ist sein Gesicht hochrot, sein Hemd schweissgetränkt. "Ich habe nicht den Anspruch, Mannerchöre vom Podest zu stoßen", sagt der Chorleiter, „Aber es ist auch kein Shanty-Chor, der sich nur zum Bier trinken trifft." Und das macht die Mitglieder stolz. "Ich hätte nie gedacht, dass aus der Schnappsidee tatsächlich ein Spitzenchor wird", sagt Erich Rutsch.

Zahlreiche Wettbewerbe entschied der Chor, dem 46 aktive Sänger und rund 120 Fördermitglieder angehören, für sich. Peikert legt besonderen Wert auf die Aussprache und Performance. Wer bei ihm das "the" mit einem scharfen S ausspricht, dem droht er, einen Fahrradschlauch um den Hals zu hängen. „Vokale schön lang singen, dann kann man auch verstehen, was ihr singt", ermahnt er. Auch deutsche maritime und internationale Weihnachtslieder zählen zum Repertoire des Chors. Und natürlich Seemannslieder. Dadurch können ehemalige Seefahrer wie beispielsweise der Stellvertretende Vorsitzende Heino von Eitzen, 68, aus Neu Wulmstorf ihre Sehnsucht nach dem Wasser etwas stillen.

Die Seefahrt als Tradition im Rücken verbietet dem Chor aber auch eines; Frauen aufzunehmen, auch wenn der Chor unter einer Oberalterung leidet und die Mitglieder schwinden. "Die Seemannslieder handeln von der harten Arbeit auf dem Wasser", sagt Schriftführer Arno Riewoldt, 76, aus Neu Wulmstorf. „Das passt gar nicht zu Frauenstimmen." Auch wenn sich die Männner einig sind, dass ihnen viele Frauen im Singen überlegen.

Der Chor feiert am Sonntag. 11. August, 13 Uhr, seinen 25. Geburtstag mit einem Jubiläums-Chor-Festival in der Aula der Hauptschule Vossbarg, Ernst-Moritz-Arndt-Straße, in Neu Wulmstorf. Als Gastchöre sind dabei: Shanty Men Stäfa aus der Schweiz, Shanty-Chor Lohnde, Show- und Shanty-Chor "He Lücht" & die Sailors aus Hamburg und der Altländer Shanty-Chor aus Jork. Karten gibt es für elf Euro bei Wöbckes' Shop & KIöntreff, Bahnhofstrasse 15, Telefon 040/41 92 08 60.

Hamburger Abendblatt, Dienstag 6. August 2013, Seite 3 Hamburg & Umland - Fotos: Bianca Wilkens   


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